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Marokko als Absatzmarkt

Marokko hat bereits 2002 eine umfangreiche Reform des Gesundheitssektors beschlossen. Seit Ende 2005 wird die Versicherungspflicht schrittweise eingeführt, so dass die Reform laut einer Analyse der Bundesagentur für Außenwirtschaft nun ein konkretes Stadium erreicht. Für die kommenden Jahre sind große Investitionen in die medizinische Infrastruktur geplant. Dabei ist das Land weitgehend abhängig von Importen.

Marokkos Wirtschaft ist über den Außenhandel stark mit Europa verflochten. Marokko hat mit der Europäischen Union (EU) eine Freihandelszone ab 2012 vereinbart.

Die Wirtschaft ist 2006 um knapp 7% gewachsen, der IWF prognostiziert bis 2011 ein Wachstum von 5-6% jährlich, eine Schätzung, die der Bundesagentur für Außenwirtschaft eher konservativ erscheint.

Der private Verbrauch ist 2006 nominal um ca. 12%, real um ca. 9% gestiegen. Dieser Anstieg der Konsumneigung hängt mit einer sinkenden Arbeitslosenquote (2007 wahrscheinlich unter 10%) und einer deutlich verbesserten Einkommenssituation zusammen. Die Deviseneinnahmen steigen schnell an – Gründe sind die Entwicklung des Tourismus und die Überweisungen von im Ausland lebenden Marokkanern.

Die Bundesagentur für Außenwirtschaft stellt fest, dass die Liberalisierung und Öffnung der marokkanischen Wirtschaft voranschreitet: „Die Konsolidierung der Staatsfinanzen ist eingeleitet worden, die Effizienz des Finanzsektors steigt“ . Soziale Spannungen werden erfolgreich abgebaut.

Marokko hat 32 Mio. Einwohner.